Warum niemand dir vorab einen Preis nennen kann — und wer es trotzdem tut, lügt
Google Ads Management ist kein Produkt das man bestellt wie eine Flatrate. Der Aufwand hängt direkt von deiner Kampagnenstruktur ab: Wie viele Gewerke? Wie viele Zielregionen? Wie viele Landingpages müssen gebaut werden? Wie weit ist der Account schon entwickelt? Gibt es historische Daten oder startet man bei null?
Ein Klempner in einer Stadt mit zwei Leistungen braucht 20–40 Seiten und eine überschaubare Kampagnenstruktur. Ein Dienstleister mit fünf Gewerken in acht Städten braucht 200–400 Seiten, deutlich mehr Anzeigengruppen und ein Vielfaches der täglichen Optimierungsarbeit. Der gleiche Pauschalpreis für beide ist strukturell nicht möglich — zumindest nicht wenn beide wirklich gleich gut betreut werden sollen.
Achtung: Jeder Anbieter der dir ohne Kenntnis deiner Kampagnengröße, Gewerk-Anzahl und Zielregionen einen konkreten Monatspreis nennt, arbeitet entweder mit einem Einheitsprodukt (Setup + Reporting, kein tägliches Management) — oder er rechnet auf dich herunter was er eingenommen hat ohne proportionalen Einsatz zu leisten.
Die drei gängigen Preismodelle — und ihre Fallstricke
Prozent vom Budget
Du zahlst einen prozentualen Anteil deines monatlichen Google Ads Budgets als Honorar. Bei 2.000 € Budget und 15 % sind das 300 €.
✗ Struktureller Interessenkonflikt: Höheres Budget = höheres Honorar — unabhängig vom Ergebnis.
✗ Kein Anreiz für Effizienz. Günstigere Klicks bedeuten weniger Honorar.
Fixum
Ein fester monatlicher Betrag unabhängig vom Budget. Transparenter, aber ohne Erfolgskomponente.
✓ Kein Interessenkonflikt beim Budget.
✗ Kein Anreiz für besonders gute Ergebnisse — das Honorar bleibt gleich ob 10 oder 50 Leads kommen.
Fixum + Erfolgskomponente
Ein Grundhonorar deckt den laufenden Aufwand. Eine Erfolgskomponente pro nachgewiesener Conversion setzt Anreize richtig.
✓ Agentur hat Interesse an effizienten Kampagnen.
✓ Kein Interessenkonflikt beim Budget.
✓ Transparente Nachvollziehbarkeit: mehr Leads = höheres Honorar.
Was die Preistreiber wirklich sind
Diese Faktoren bestimmen den tatsächlichen Aufwand — und damit das gerechtfertigte Honorar:
| Faktor | Niedriger Aufwand | Hoher Aufwand |
|---|---|---|
| Anzahl Gewerke | 1–2 Leistungen überschaubar |
5+ Leistungen viel Struktur nötig |
| Zielregionen | 1 Stadt klar abgrenzbar |
5+ Städte / Regionen multipliziert alles |
| Landingpages | 10–30 Seiten manuell machbar |
200–500 Seiten Automatisierung nötig |
| Account-Alter | Bestehender Account mit Daten weniger Aufbauarbeit |
Neustart bei null 3–4 Monate Aufbau |
| Wettbewerb | Wenig Mitbewerber, moderate CPCs leichtere Optimierung |
Hochkompetitiv, hohe CPCs tägliche Feinjustierung |
| Anti-Fraud | Kein Schutz (Standardlage) 15–30 % Budgetverlust |
Proprietäres Shield-System Budget geschützt |
Was Billiganbieter weglassen — und was das kostet
Der Unterschied zwischen einem 300 €/Monat-Angebot und einem 1.500 €/Monat-Angebot liegt fast nie im Kampagnen-Setup. Das Setup ist einmalig und gut delegierbar. Der Unterschied liegt in dem was danach passiert.
Was ein Einheitsprodukt typischerweise nicht enthält:
- Tägliche Optimierung — stattdessen: wöchentlicher oder monatlicher Check
- Negative Keyword Management — Suchbegriffe die Budget verschwenden werden nicht ausgeschlossen
- Granulare Landingpage-Struktur — eine generische Seite für alle Keywords
- Microconversion-Tracking — der Algorithmus lernt nur auf Telefon-Conversions, nicht auf Verhaltens-Signalen
- Bid-Strategie-Kalibrierung — automatisches Bidding ohne Aufsicht
- Anti-Fraud-Schutz — Bots und Mitbewerber-Klicks werden abgerechnet
- Monatliches Reporting mit echten Handlungsempfehlungen
Was das kostet: Bei 2.000 € Monatsbudget und einer typischen Fraud-Rate von 22 % verbrennen 440 € pro Monat für Klicks die nie ein Kunde waren. Auf 12 Monate: über 5.000 €. Ohne tägliche Negative Keyword Pflege kommen weitere 15–25 % Streuverluste dazu. Das günstige Angebot ist oft das teurere.
Was du für dein Geld verlangen kannst — eine Checkliste
Unabhängig vom Anbieter: Diese Punkte sollte jeder professionelle Google Ads Manager erfüllen können. Frag konkret danach.
- Tägliche Optimierung — kein "einmal pro Woche schauen"
- Granulare Kampagnenstruktur: 1 Suchanfrage-Typ = 1 Anzeigengruppe = 1 Landingpage
- Negative Keyword Pflege mindestens zweimal pro Woche
- Microconversion-Tracking eingerichtet (nicht nur Telefon-Klicks)
- Monatliches Reporting mit konkreten Zahlen — nicht nur Screenshots
- Bid-Strategie-Begründung — warum Manual CPC, Target CPA oder Conversions Max?
- Erklärung was in den ersten 8 Wochen passiert (Lernphase)
- Klarer Umgang mit Klickbetrug — kein "das ist bei Google normal"
Warum du den Preis nicht als ersten Filter nutzen solltest
Google Ads ist ein direktes Umsatz-System. Jeder Euro der rein geht, sollte messbar mehr herausholen. Das bedeutet: Ein Anbieter der 500 € / Monat kostet, aber 800 € Fraud-Verluste nicht verhindert und 300 € Streuverluste durch schlechte Keywords produziert, kostet dich real über 1.600 € — mehr als das Doppelte.
Der sinnvollere Filter: Was ist im Preis wirklich enthalten? Gibt es tägliches Management oder monatliche Check-ins? Gibt es Anti-Fraud-Schutz oder nicht? Wie granular ist die Kampagnenstruktur? Wer diese Fragen beantworten kann — transparent und mit Belegen — liefert wahrscheinlich das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis, auch wenn der Preis höher ist.
Zu Tanduu: Das Pricing bespreche ich immer erst im Erstgespräch — weil ich deinen Kampagnenumfang, deine Region und deine Ziele kennen muss bevor ich eine sinnvolle Zahl nennen kann. Was ich sagen kann: Das Modell kombiniert ein Fixum mit einer Erfolgskomponente pro nachgewiesener Conversion. Kein Jahresvertrag, keine Mindestlaufzeit. Im Erstgespräch erkläre ich dir gerne alle Details →
Du weißt jetzt wie man Angebote beurteilt
Im kostenlosen Erstgespräch erkläre ich dir konkret was für deinen Fall sinnvoll ist — Umfang, Struktur, Preis. Kein Verkaufsdruck, keine falschen Versprechen.
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